
Die drei Top-Attraktionen der Niagarafälle
Die an der Grenze zu Kanada gelegenen Niagarafälle gelten mal als Weltwunder und dann wieder als eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten des Planeten. Jeder Besucher der Ostküste möchte sie einmal aus der Nähe sehen – und ist auf sehr unterschiedliche Weise möglich.

Der Niagara River ist die einzige natürliche Verbindung zwischen Lake Erie und dem Lake Ontario. Der Fluss ist nur rund 58 Kilometer lang, doch auf dieser Strecke muss er einen Höhenunterschied von 99 Metern überwinden.
57 Meter in die Tiefe
Dabei hat sich die Natur für eine ebenso radikale wie fotogene Lösung entschieden, die uns als Niagarafälle bekannt ist. Aufgeteilt in drei ungleiche Sektionen, stürzt sich das aus dem Eriesee abfließende Wasser hier 57 Meter weit in die Tiefe. Weil es dabei um die beträchtliche Menge von drei Millionen Liter pro Sekunde geht, ist tosendes Spektakel garantiert.

Wer sich das Ganze aus der Nähe ansehen möchte, begibt sich bereits in den Morgenstunden an Bord eines Ausflugsschiffs.
1. Die Maid of the Mist
Die „Maid of the Mist“ ist nach einer Legende benannt, welche die Amerikaner des 19. Jh. über eine Irokesin in Umlauf gebracht haben, die in ihrem Kanu über die Kante in die Tiefe gestürzt sein soll. Wer es betreten möchte, ist gut beraten, einen der blauen Plastikponchos überzuziehen, die Besuchern noch an Land angeboten werden.
Während sie ihre unterhaltsame Runde dreht, kommt die Maid den unermüdlich tosenden Wasserfällen derart nahe, dass der intensive Kontakt zu Spritzwasser unvermeidlich ist. Doch keine Sorge: Regen-Capes sind im Ticketpreis inbegriffen.

2. In die Cave of the Wind
Im Vergleich zum Besuch der Cave of the Wind aber ist der Bootsausflug recht harmlos. Anders als der Name vorgibt, handelt es sich dabei nur insofern um eine Höhle, als der Weg zur Hauptattraktion tief durchs Gestein führt – und zwar im Aufzug.
Wer anschließend durch einen Gang zurück ans Tageslicht gelangt, befindet sich auf einem System aus Wegen und Treppen, die in die unmittelbare Nähe der Wassermassen führen. Am äußersten Rand der Fälle ermöglicht eine gut gesicherte Plattform sogar, sich fast in das herabstürzende Nass zu stellen. Ein turbulenter Spaß, dessen Schauplatz als „Hurricane Deck“ passend umschrieben ist.

Deutlich beschaulicher geht es auf Höhe des Flusses im Niagara Falls State Park zu, der aus unterschiedlichen Perspektiven Ausblick auf die Fälle bietet. Dabei ist das Areal groß genug, um die Erwartungen der Besucher selbst bei großem Andrang zu erfüllen. Auch sollte nicht unerwähnt bleiben, dass die „Basisversion“ der Weltklasseattraktion keinen Eintritt kostet – eine absolute Ausnahme in unserer turbokapitalistischen Gegenwart. Lediglich die obengenannten Extras sind kostenpflichtig.
3. Feuerwerk über den Niagarafällen
Sehr amerikanisch ist hingegen das Feuerwerk, das Abend für Abend um 20 Uhr über dem Wasser gezündet wird und jede Menge „ahhs“ und „ohhs“ nach sich zieht. Ironischerweise wird es auf der kanadischen Seite der Fälle gezündet, die, ehrlich ist ehrlich, auch den attraktiveren Blick auf das Gesamtensemble bietet.
Früher hätte es sich definitiv gelohnt, dafür die Rainbow Bridge zu überqueren. Heute ist der Preis eine mögliche zusätzliche Überprüfung durch die amerikanischen Einwanderungsbehörden. Nach meiner Erfahrung ist das kein Problem - aber das muss jeder für sich entscheiden.

So bliebe als Hinweis, dass die Fälle nachts und in den frühen Morgenstunden nahezu menschenleer sind. Ideal für einen Spaziergang oder eine Joggingrunde vor oder während des Sonnenaufgangs. Von den meisten in Downtown Niagara Falls gelegenen Hotels ist das leicht machbar.
Informationen zum Besuch der Niagarafälle
Weitere Informationen über die Region findest du auf der Homepage des Tourismusbüros.
Die Niagarafälle befinden sich zum überwiegenden Teil im Bundesstaat New York. Ein kleinerer Abschnitt gehört zur kanadischen Provinz Ontario. Nächster internationaler Flughafen ist Buffalo, das sich etwa 40 km südwestlich befindet. Von Toronto sind es mit dem Auto knapp 160 km.
GPS: 43.08667, -79.06494
Der Eintritt in den Niagara Falls State Park ist frei. Lediglich Zusatzattraktionen wie die Maid of the Mist oder die Cave of the Wind kosten Geld (s. unten).
Für die Gestaltung des Parks zeichnet mit Frederick Olmstead Law derselbe Gartenbauarchitekt verantwortlich, der auch den New Yorker Central Park entworfen hat.
Adresse: 304 Prospect St., Niagara Falls, NY 14303, immer geöffnet.
Die Cave of the Wind ist eine Attraktion, die es dir ermöglicht, besonders nahe an die herabstürzenden Wassermassen heranzukommen. Sehr spaktakulär ist das Hurricane Deck, wo du nicht trocken bleibst.
Eingang: 10 Goat Island Road, Niagara Falls, NY 14303, Eintritt 14 USD, wechselnde Öffnungszeiten
Die Maid of the Mist ist das saisonal verkehrende Ausflusschiff, das im Tal des Niagara River verkehrt. Wer schon nach New York State auf den Weg gemacht hat, sollte sich die Fahrt auf keinen Fall entgehen lassen (Fun-Faktor 8/10).
1 Prospect St., Niagara Falls, NY 14303, maidofthemist.com, Mitte Mai bis Mitte November ab 9 Uhr, Tickets ab 30 USD
Das Hotel Cambria ist modern, schlicht und gut gelegen. Von hier aus kannst dun binnen 20 Minuten zu Fuß zu den Fällen laufen.
Adresse: 311 Rainbow Blvd., Niagara Falls, NY 14303, choicehotels.com, ab 100 USD.
Ich persönlich bin ein großer Fan der Stadt Buffalo. Ich liebe die Sportteams der Bills (NFL) und der Sabres (NHL). Auch ist die Stadt eine Hochburg der frühen amerikanischen Architektur. Du findest hier Bauten von Frank Lloyd Wright, Louis Sullivan, Daniel Burnham und Henry Hobson Richardson.
Ganz hübsch ist auf Städtchen Lockport, das etwa 20 Meilen östlich von Niagara Falls liegt. Hauptattraktion ist das mehrstufige Schleusensystem des Erie-Kanals ist. discoverlockport.com.
Auf der Homepage der Destination Niagara Falls findest du jede Menge weiterer Informationen.

