
Der erste McDonald's der Welt in San Bernadino
Wer auf der Route 66 in Richtung Los Angeles unterwegs ist, kommt am ersten McDonald's der Welt vorbei. Nach rund 3800 Kilometern auf der Mother Road sind nun die letzten Kilometer angebrochen. Allerdings ist von der Trasse hier nicht mehr zu sehen. Wer die San Bernardino Mountains hinab in Richtung Küste fährt, wird die legendäre Route zunächst vergeblich suchen. Sie ist unter einem Gewirr von Autobahnkreuzen begraben.

In San Bernadino dann wartet dann die Attraktion, die etwas abseits der Strecke liegt und auch auf den ersten Blick gar nichts mit der Route 66 zu tun hat. Ein Flachbau mit großformatigen goldenen „M“-Lettern davor. Der erste McDonalds der Welt.
Eröffnung im Jahr 1940
Hier hatten im Jahre 1940 die Brüder Richard und Maurice McDonald eine kleine Burgerbar unter dem Namen »McDonald Brothers Burger Bar Drive-in« eröffnet. Zuvor war ihr Traum von einer Schauspielerkarriere im nahen Hollywood gefloppt. Und auch die Bulettenbude versprach in den ersten Jahren kein Welterfolg zu werden. Erst als die McDonalds ab 1948 ihren Betrieb auf Fließband und Selbstbedienung umstellten, traten die Bratlinge im Brötchen ihren Siegeszug um den Erdball an.

Die Geschichte des McDonalds-Imperiums erzählt heute das kleine, privat betriebene Museum am Gründungsort anhand von Fotos, Dokumenten und Sammlerstücken. Wobei das Gebäude nicht mehr das Ursprüngliche ist.
Verkauf an neuen Besitzer
Der Originalbau wurde abgerissen, nachdem ein Unternehmen namens Raymond Albert Kroc die Brüder für lächerliche 2,7 Millionen Dollar aus ihrem Unternehmen gekauft und dreister Weise schräg gegenüber einen neuen McDonalds eröffnet hatte. Die erste Filiale ging Pleite.

Für den Erfolg des ersten McDonald’s in San Bernardino spielte die wachsende Mobilität der Amerikaner eine wichtige Rolle. Der Verkehr im Großraum von Los Angeles verdichtete sich in jener Zeit zunehmend. Das Auto wurde zum Statussymbol. In einem solchen schmucken Fahrzeug vor einem Schnellrestaurant vorzufahren, um sich in Windeseile eine Mahlzeit aus dem Fenster reichen zu lassen.
Das muss Anfang der 1950er Jahre der Inbegriff des Fortschritts gewesen sein. So wie die Faszination für die Route 66 auch in der einzigartigen Erfahrung begründet ist, mit dem eigenen Automobil von Chicago aus gen Westen zu fahren, 2451 Meilen quer durch die USA.
Weitere Americana in der Nähe
Muss man das Museum besuchen? Vielleicht nicht unbedingt. Aber für Amerika-Fans ist es interessant. Und ja, es kostet keinen Eintritt. Außerdem lässt sich der Besuch mit einer letzten Americana-Übernachtung verbinden.

Ganz in der Nähe nämlich ragen Wigwams in den Himmel. Eine Zeltspitze neben der anderen. Es ist das Wigwam Motel, 1949 von Frank Redford erdacht und erbaut. Eine Ikone der Route 66, eines der legendären Hotels, die zu den Blütezeiten der Mother Road mit ungewöhnlichem Design um die Gunst der Reisenden buhlten.
Übernachtung im Wigwam-Motel
Heute stehen die 19 Wigwams unter Denkmalschutz. Die knapp zehn Meter hohen Zelte bestanden schon damals nicht aus Tierhäuten, sondern wurden aus Beton gefertigt. Heute müssen Gäste auf keinen Komfort verzichten, wenn sie in den ungewöhnlichen Unterkünften nächtigen. Ausgestattet sind sie nach amerikanischen Motel-Standard - wie es sich in den USA gehört, mit Klimaanlage und freiem Internet. Wer sich erfrischen möchte, springt in den Pool des Anwesens.
Die Betreiber des Wigwam Motels feiern die Route 66 nicht nur mit ihrem liebevoll restaurierten Anwesen, sondern auch, indem sie Tipps über weitere Sehenswürdigkeiten entlang der historischen Strecke geben. So wird der Besuch in San Bernadino doch zu einer runden Sache.

Infos über den ersten McDonald's
Weitere Informationen über Attraktionen in der Nähe von San Bernadino findest du auf der Webseite von Visit California.
In San Bernadino vor den Toren von Los Angeles haben die Brüder McDonald im Jahre 1940 ihr erstes Burger-Restaurant eröffnet. Von dort aus haben die beiden einen wirtschaftlich enorm erfolgreichen aber erhährungspolitisch zweifelhaften Siegeszug durch weite Teile der Welt angetreten.
Die Geschichte der Fastfood-Kette ist vor Ort in einem kleinen inoffiziellen Museum dokumentiert. Das Haus keine Webseite, aber die kalifornische Route-66-Society bietet Informationen an.
Ja, im kalifornischen San Bernadino gibt es das Original McDonald’s Museum. Adresse: 1398 N E. St., San Bernardino
Der Eintritt ins McDonald's-Museum in San Bernadino ist frei. Es montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr geöffnet, samstags und sonntags 10 bis 17 Uhr. Es wird um freiwillige Beiträge gebeten.
Das Wigwam Motel hat mir besonders gut gefallen. Es ist modern und klimatisiert, verfügt über einen Swimmingpool und einen Giftshop, wo unter anderem Route-66-Devotionalien erhältlich sind. Doch es gibt auch hübsche alte Postkarten aus den Anfangsjahren des Motels.
Adresse: 2728 Foothill Blvd, San Bernardino, CA 92410, 19 Wigwams unterschiedlicher Standards vom Einzel-Zelt bis hin zur Deluxe-Unterkunft. Zimmer sind ab 124 USD zu haben.
In Rancho Cucamonga, der Nachbargemeinde von San Bernardino, befindet sich an der originalen Route 66 eine Tankstelle aus dem 1915. Die Cucamonga Service Station wurde von der Gemeinde und vielen freiwilligen Helfern sorgfältig restauriert und beherbergt nun ein kleines Route-66-Museum und einen Giftshop.
Adresse: Cucamonga Service Station, 9670 E Foothill Blvd, Rancho Cucamonga, CA 91730. route66ieca.org
Ja, der erste McDonald's in San Bernadino wurde seinerzeit an der Trasse der Route 66 aufgemacht. Mittlerweile fungiert ein Nachbau als Museum, das an die Geschichte des ersten McDonals's erinnert.
