
Albuquerque: Die Stadt aus »Breaking Bad«
Albuquerque ist die Stadt aus »Breaking Bad« und dem Spin-Off »Better Call Saul«. Die Drehorte der Serien befinden sich zum Teil in direkter Nachbarschaft zur Originaltrasse der Route 66. Ein Besuch in New Mexico.

Die Tourismusbeauftragten von Albuquerque waren wenig begeistert, als im Januar 2008 eine Serie im US-amerikanischen Fernsehen Premiere feierte. Bald aber heimste die Serie einen Preis nach dem anderen ein und machte international Furore. Seitdem ist Albuquerque die Stadt aus »Breaking Bad«.
Sie ist Kulisse für die Geschichte eines an Lungenkrebs erkrankten Chemielehrers, der sich im Laufe seiner Erkrankung vom biederen Pädagogen zum skrupellosen Kriminellen wandelt.

Die Geschichte spielt in Albuquerque, New Mexico. Allerdings rückt die im Südwesten der USA angesiedelte Serie eher selten klassische Sehenswürdigkeiten der 560.000-Einwohner-Stadt wie Old Town Albuquerque oder das Museum of Nuclear Power ins Scheinwerferlicht. Sondern vor allem Autowaschanlagen oder Fastfood-Restaurants.

Doch als mit dem kometenhaften Erfolg der Serie immer mehr Touristen in die Stadt strömten, welche die eigenartigen Attraktionen fotografieren wollten, gab das lokale Tourismusbüro seinen Widerstand auf.
Albuquerque: Die Stadt aus Breaking Bad
Seit einigen Jahren gibt es verschiedene »Breaking Bad«-Touren sowie Rundfahrten zu den Locations der Spin-offs »Better call Saul« und »El Camino«, die auf der Internetseite der Touristeninformation beworben werden. Das Angebot reicht von Touren kleinerer Anbieter bis zum Trip mit einem Wohnmobil.

Das Vehikel sieht jener mobilen Drogenküche täuschend ähnlich, in der Walter White mit seinem jungem Kompagnon Jesse Pinkman in die Wüste New Mexicos fährt, um dort kriminellen Machenschaften nachzugehen. Die Passagiere werden zu 17 Schauplätzen kutschiert, und wer den Preis von 95 Dollar pro Person recht happig findet, mag sich damit trösten, dass ein Lunch mit frittiertem Hühnchen beim legendären Schnellrestaurant »Los Pollos Hermanos« inbegriffen ist.
Mit dem eigenen Wagen zu Ocotopus Car Wash
Sehr viel preiswerter kommen Fans der Serie weg, die auf die ebenfalls vom Tourismusbüro zum Download angebotene Selbstfahrertour zurückgreifen. Das hat zwar den Nachteil, dass man an einer belebten Kreuzung vor »Mister Car Wash« (früher: »Octopus Carwash«) nach einem legalen Parkplatz suchen und sich auch ansonsten auf den Verkehr konzentrieren muss.

Aber dafür kommt man praktisch gratis davon und kann seinen eigenen Rhythmus fahren. Und beispielsweise einen längeren Ausflug in die Berge der Sandia Mountains machen, die zwar ebenfalls als Schauplatz der Serie vorkommen. Für die aber naturgemäß bei einer Gruppenfahrt wenig Zeit bleibt.
Sandia Peak: Der Berg aus Breaking Bad
Den Sandia Peak auf 2957 Metern Höhe erreicht man mit der Sandia Peak Tramway, eine der längsten Seilbahnen der Welt. Oben angekommen, laden ein Restaurant oder verschiedene Picknickplätze zur Rast ein. Wanderwege bieten sich ebenso wie Mountainbike-Pfade für sportliche Naturen an. Und im Winter kann man in den Bergen sogar Skifahren - auch das gehört zu den Vorzügen der Stadt aus Breaking Bad.

Zurück in der Ebene von Albuquerque, können sich Breaking Bad-Fans noch mit reichlich Devotionalien eindecken. Denn rund um die Erfolgsserie hat sich neben den Touren eine kleine Merchandising-Industrie entwickelt. So gibt es etwa in der historischen Altstadt einen Breaking Bad-Laden, in dem sich TV-Junkies mit Souvenirs von Saul-Goodman-Socken bis hin zu Walter White-Destillen eindecken können.

Und der kleine Süßwarenladen »The Candy Lady« verkauft Tütchen mit bläulichem Naschwerk. Das hat sicherlich nicht ganz zufällig Ähnlichkeit mit jenen Kristallen hat, die der Serienheld mit seinem jungen Kompagnon in der Wüste New Mexicos herstellt.
Weitere Geschichten über Drehorte
Wer eine Geschichte über die Drehorte einer Serie gelesen hat, interessiert sich wahrscheinlich auch für andere. Annik von Misses Backpack etwa hat sich der 21 besten Drehorte von »Death in Paradise« angenommen.
Infos zu Breaking Bad und Albuquerque
Beide Serien wurden an Originalschauplätzen in Albuquerque und Umgebung im US-Bundesstaat New Mexico gedreht.
Ja, das Tourismusbüro von Albuquerque hat auf seiner Internetseite verschiedene Breaking Bad-Touren gelistet. Am populärsten sind die Touren von Luigi (breakingbadluigistours.com), die unter anderem zu Jessy Pinkmans Haus führen. Die Touren finden von Juni bis Anfang Oktober statt, Termine auf der Webseite.
Ja, das Tourismusbüro von Albuquerque hat eine Selbstfahrer-Tour zusammengestellt. Diese kannst du dir auf der Internetseite von Visit Albuquerque kostenlos herunterladen.
Ja, der Breaking Bad Store befindet sich in Old Town Albuquerque. Er ist täglich von 10 bis 17 Uhr geöffnet, 2027 South Plaza Street, Albuquerque.
Ausflug: Eine der längsten Seilbahnen der Welt bringt Touristen auf den Sandia Peak (30 Tramway Road, Albuquerque) mit grandioser Aussicht auf die Ebene von Albuquerque. Die Gondeln verkehren bis auf dienstags täglich zwischen 9 und 21 Uhr, im Winter zwischen 9 und 20 Uhr.
Tickets kosten 34 Dollar für Hin- und Rückfahrt (24 Dollar für Kinder im Alter von fünf bis zwölf Jahren, 20 Dollar für Schüler von 13 bis 20 Jahren, unter fünf Jahren ist die Fahrt kostenlos).
Ja, Albuquerque ist eine Premium-Adresse für alle Fans der Route 66. In der Stadt kannst du 18 Meilen (fast 30 Kilometer) der Originaltrasse bewundern. Laut Tourismusbüro handelt es sich dabei um den längsten durchgängigen Abschnitt in den gesamten USA. Am Wegesrand findest du so einige Relikte aus der Glanzzeit der Mother Road.
Uns hat es im El Vado Motel sehr gut gefallen. Das geschmackvoll restaurierte Motel kommt in modernem Gewand daher. Die Zimmer sind im Stil des Südwestens eingerichtet und verfügen über Klimaanlage.

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